Die Insel

Mein Traumstrand versteckt sich unter Millionen Sandkörnern, hinter einem dichten Dschungel, unter der Sonne, brennen meine Fußsohlen, wenn ich darauf laufe.

Ich verstehe meine Träume gar nicht und sie verunsichern mich, weil sie ständig switchen, wie ein Schalter, von schwarz auf weiß, auf rot, auf grün und dazwischen alle Farben.

Man spricht von Inselbegabungen aber auf der Insel komm ich mir nicht so begabt vor, komm ich mir blöd vor und träum mich in der Ferne zu dir, weil ich deine Nähe brauche, weil du mich brauchst.

Brauch ständig Ruhe aber will immer nur tanzen auf ihr, weit weg von der Zivilisation bau ich uns ein Schloss, lad dich zum Ball ein und warte auf den gläsernen Schuh.

Aber ich muss nicht lange warten, du bist schon längst da, warst beschäftigt damit alles zu erkunden, damit du nicht so verloren bist wie ich, damit du mir sagen kannst, was die Insel für mich bedeutet, was du mir bedeutest weiß ich schon lange, aber das zählt jetzt nicht mehr.

Jetzt zählen wir die Sandkörner, die Zeit rennt immer schneller, die Falten immer tiefer und unsere Herzen brechen immer noch. Brechen auf zu neuen Ufern, brechen die Mauern, ja sie brechen sogar die Wellen.

Für immer will ich auf der Insel bleiben aber mir gehen die Träume aus. Ich glaube ich muss hier doch weg und wenn ich zurückkomme, will ich die Unendlichkeit mitnehmen, will ich dich jeden Tag mehr lieben, will ich mich erinnern, erobert und niemals wieder fallen gelassen werden. 

Die Insel ist mein Universum und ich mach sie zu deinem.

Dendemann
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